Gesundheitsrisiko Hitze

Auch dieses Jahr bricht wieder Wärmerekorde. Neben Schweißperlen treibt die Hitze vielen Menschen auch Sorgenfalten auf die Stirn: denn die steigenden Temperaturen sind ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko - nicht nur für alte oder vorerkrankte Menschen. 

Thermometer vor blauem Himmel mit Anzeige von fast 40 Grad Celsius
© Pixabay

Schutzmaßnahmen auch vor Ort ergreifen

Eine Externer Link:Studie der Krankenkasse DAK macht deutlich, dass rund jeder Vierte bereits Gesundheitsprobleme durch extreme Hitze erlitt. Abgeschlagenheit, Kreislaufprobleme und Schlafstörungen machen vielen Menschen zu schaffen. 

Laut RKI gab es 2023 und 2024 eine hitzebedingte Übersterblichkeit von jeweils etwa 3.000 Sterbefällen in beiden Jahren (Quelle: Externer Link:Hitzebedingte Mortalität in Deutschland 2023 und 2024). 

Die Zahlen wurden 2026 allein in der besonders heißen Woche vom 22. bis 28. Juni deutlich übertroffen. Bei Temperaturrekorden von über 40 Grad gab es nach Auswertungen des statistischen Bundesamtes rund 6.800 mehr Sterbefälle, als in den kühleren Vorwochen (Quelle: Externer Link:Auswertung der unterjährigen Sterbefallzahlen seit 2020).

Der VdK NRW fordert schon lange bessere Maßnahmen zum Hitzeschutz

Neben Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen auch in den Kommunen gezielte Schritte unternommen werden, um Gesundheitsrisiken bei Hitzewellen zu senken.

„Wir brauchen in allen Kommunen Hitzeaktionspläne. Damit werden Maßnahmen gebündelt, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Die schattenspendende Begrünung ist dabei ebenso gefragt wie der Ausbau öffentlicher Trinkwasserbrunnen und die Verbreitung von Verhaltenstipps bei hohen Temperaturen“

erklärt VdK-Präsident Horst Vöge. Der Verband wünscht sich ein systematisches Vorgehen statt mehr oder weniger zufällige Einzelmaßnahmen. Viele Kreise und kreisfreie Städte in Nordrhein-Westfalen haben noch immer keine Hitzeaktionspläne. 

Kreis- und Ortsverbände können Mustervorlagen nutzen

Ein spannendes Projekt hat die Stadt Bielefeld ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Hitzepaten kümmern sich an heißen Tagen um ältere Menschen und chronisch Kranke. Die Stadt hat sich dafür von Programmen in Italien und der Schweiz inspirieren lassen. In einem Workshop wurden rund zehn angehende Hitzepaten geschult, um bei Hitzewellen Menschen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen. So kann ans Wasser trinken erinnert, gemeinsam zu einem schattigen Ort spaziert oder beim Einkauf geholfen werden.

Um in der eigenen Kommune aktiv zu werden, können die VdK-Kreis- und Ortsverbände Mustervorlagen nutzen. In wenigen Klicks sind diese an die eigene Verbandsstufe und den jeweiligen Adressaten angepasst. Unten stehend finden Sie alle drei aktuellen Vorlagen. So kann die Entwicklung einer kommunalen Hitzeaktionsplanung angeregt, der Vorschlag zur Einführung des Hitzeknigge oder die Bitte um die Installation von öffentlichen Trinkwasserbrunnen gestellt werden.

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