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Spannender Einblick in die Polizeiarbeit: Ehrenamtstag des Ortsverbands Neuwerk-Lürrip kam gut an

Mit einem Ausflug der besonderen Art überraschte der Ortsverband Neuwerk-Lürrip (Kreisverband am Niederrhein) seine aktiven Mitglieder: Anlässlich des Ehrenamtstags hatte die Vorsitzende Dagmar Pardon-Neuenhaus eine kurzweilige und informative Besichtigung des Mönchengladbacher Polizeipräsidiums organisiert.

Eine Gruppe Menschen schaut rechts und links in ein Polizei-Einsatzfahrzeug.
Der Blick in einen Einsatzwagen durfte natürlich nicht fehlen. © VdK Neuwerk-Lürrip

Zum Auftakt wurden die rund 20 Teilnehmenden von einer Mitarbeiterin der Polizei-Pressestelle herzlich in Empfang genommen. Bei der Führung durch das moderne, großzügig geschnittene und barrierefrei gestaltete Gebäude fiel den VdKlerinnen und VdKlern sogleich der offene Charakter des Präsidiums auf:

 „Hier gibt es gar keine Zugangsschleuse, wie zum Beispiel beim Amtsgericht!“ Auf diese Besonderheit ging Dienststellenleiter Stefan Offermanns anschließend im Lageraum ein - dort, wo normalerweise Polizeieinsätze koordiniert werden. 

Vielfältige Aufgaben

„Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern ganz bewusst ein offenes, vertrauensvolles Bild von der Polizei vermitteln“, so der erfahrene Beamte. Ausführlich erläuterte Stefan Offermanns die vielfältigen Aufgaben der Ordnungshüter. Auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen, mit der Bundespolizei sowie mit den Kolleginnen und Kollegen im benachbarten Ausland ging er ein. 

Was die Anzahl der Einsätze in Mönchengladbach angeht, zeichnet sich dabei ein eindeutiger Trend ab: „Wir haben in diesem Jahr eine deutliche Zunahme der Einsätze auf insgesamt rund 100.000 zu verzeichnen, im Gegensatz zu 90.000 im Vorjahr.“ Insgesamt rund 900 Mitarbeitende sind bei der Polizei in Mönchengladbach tätig. 

Zahlen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung konnte Sandra Stiels von der Schwerbehindertenvertretung beisteuern: „Bei uns sind 58 Personen mit einer Schwerbehinderung beschäftigt, das entspricht einem Anteil von rund 6,5 Prozent. Damit liegen wir über der gesetzlichen Pflichtquote von 5 Prozent.“

„Vollpension“ 

Besonders spannend war auch die Führung durch den sogenannten Gewahrsamstrakt. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher vom VdK einen Blick in die umgangssprachlich „Ausnüchterungszellen“ genannten Räumlichkeiten werfen. In den gefliesten, lediglich mit einer Matratze und einem Edelstahl-WC spartanisch ausgestatteten Zellen werden beispielsweise Personen untergebracht, die aufgrund von Alkohol oder Drogen eine Gefahr für sich oder andere darstellen. 

„Die ‚Vollpension‘ kostet bei uns 120 Euro pro Tag, das stellen wir den untergebrachten Personen auch in Rechnung“, erklärte der zuständige Polizeibeamte augenzwinkernd. Letzter Programmpunkt der spannenden Exkursion: Die Besichtigung eines Einsatzfahrzeugs mit ausführlicher Erklärung der umfangreichen Ausstattung. 

Nachdem sich die Vorsitzende Dagmar Pardon-Neuenhaus stellvertretend für die gesamte Gruppe herzlich für die gelungene Führung bedankt hatte, klang der Ehrenamtstag schließlich bei einem gemeinsamen Mittagessen harmonisch aus.