Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen? Kontroverse Diskussion beim Kreisverbandstag Lippe-Detmold
Bereits Ende Mai fand der Kleine Kreisverbandstag des Kreisverbands Lippe-Detmold im Hotel Mügge am Iberg in Oerlinghausen statt. Mit großer Zustimmung wurde die erfolgreiche Arbeit des Vorstands bestätigt. Ein Schwerpunktthema der Veranstaltung: Vorteile und Gefahren der KI.

Mehr als 60 Delegierte und zahlreiche Gäste nahmen am Kleinen Kreisverbandstag des Kreisverbands Lippe-Detmold teil. Die Vorsitzende Gudrun Pohl begrüßte unter anderem Wilfried Böhm (VdK-Landesverband NRW), den stellvertretenden Landrat Kurt Kalkreuter, die Landtagsabgeordneten Julia Eisentraut und Thorsten Klute sowie den stellvertretenden Bürgermeister Volker Neuhöfer.
In ihrem Bericht sprach Pohl über die notwendige Reform des Sozialsystems, die Digitalisierung in Verwaltung, Medizin und Pflege sowie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Gleichzeitig dankte sie den ehrenamtlich Engagierten in den Ortsverbänden für ihre Arbeit. Der Kreisverband zählt aktuell 4.154 Mitglieder, darunter 112 Neuzugänge im Jahr 2025.Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Diskussion über Chancen und Risiken von KI.
Kurt Kalkreuter stellte mögliche Einsatzfelder im Kreis Lippe vor und verwies auf die bereits genutzte elektronische Akte zur Modernisierung der Verwaltung. Julia Eisentraut und Thorsten Klute betonten die Bedeutung von Verantwortung, Transparenz und Haftung beim Einsatz von KI. Einigkeit bestand darüber, dass insbesondere die Interessen und Grundrechte älterer Menschen geschützt werden müssen.
Erfolgreicher Einsatz
Sebastian Olliges, Geschäftsführer der Beratungsgemeinschaft von fünf OWL-Kreisverbänden, berichtete über die Erfolge der Sozialrechtsberatung. In Ostwestfalen-Lippe wurden 1.151 Verfahren abgeschlossen und Nachzahlungen von rund 2,6 Millionen Euro erstritten. Für Mitglieder des Kreisverbands Lippe wurden 221 Verfahren vor dem Sozialgericht beendet und Nachzahlungen von etwa 423.000 Euro erzielt. Die Rechtsabteilung in Detmold erreichte in 355 Klageverfahren für OWL Nachzahlungen von rund 900.000 Euro.
Für den Kreisverband Lippe-Detmold wurden 64 Klagen erfolgreich abgeschlossen und 210.000 Euro durchgesetzt. Die Schwerpunkte der Rechtsberatung lagen im Schwerbehindertenrecht (42,1 Prozent), Rentenversicherungsrecht (28,8 Prozent), der Pflegeversicherung (15,9 Prozent) sowie weiteren sozialrechtlichen Bereichen (13,2 Prozent). Abschließend nahmen die Delegierten den Kassenbericht 2025 und den Wirtschaftsplan 2026 einstimmig an.