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Konkrete Schritte für bessere Teilhabe: VdK in Siegen im Dialog mit der Politik

Wie steht es um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und den Abbau von Barrieren? Darüber hat sich der Vorstand des VdK-Kreisverbands Siegen-Olpe-Wittgenstein mit Claudia Middendorf, der Beauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, ausgetauscht.

Acht Männer und Frauen, darnter Vizepräsidentin Katharina Batz und Patientenbeauftragte Claudia Middendorf - fotografiert aus der Selfie-Perspektive.
Das VdK-Team aus Siegen-Olpe-Wittgenstein und die Politik möchten auch künftig eng im Austausch bleiben.

An dem Gespräch nahmen auch die Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth teil. Ein Thema war die Situation hochgradig sehbehinderter Menschen. Die geschilderten Probleme des VdK bei Geldleistungen bzw. Verfahren waren Claudia Middendorf bislang nicht bekannt. „Wir haben vereinbart, konkrete Einzelfälle an die Patientenbeauftragte zu melden. Außerdem werden wir das Gespräch mit dem Landschaftsverband suchen“, sagte Katharina Batz, Vorsitzende des VdK vor Ort, um eine zügigere und unbürokratischere Bearbeitung der Anträge zu erreichen.

Diskutiert wurde auch die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der Übergang aus Werkstätten in reguläre Beschäftigung gelingt nach wie vor nur selten. Anke Fuchs-Dreisbach sprach sich dafür aus, insbesondere jungen Menschen nach dem Besuch einer Förderschule verstärkt Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Beim öffentlichen Nahverkehr wurde auf Fortschritte beim barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen hingewiesen. Im Bahnverkehr bestünden im Kreisgebiet dagegen weiterhin erhebliche Defizite.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Barrierefreiheit in Arztpraxen. Eine landesweite Erhebung soll Praxen für das Thema sensibilisieren. Für eine flächendeckende Umsetzung fehlen derzeit jedoch finanzielle Mittel. Begrüßt wurde der Plan, in Nordrhein und Westfalen jeweils ein barrierefreies gynäkologisches Zentrum einzurichten.

Der VdK-Kreisverband wertete das Gespräch als konstruktiv und sieht den regelmäßigen Austausch mit Politik und Patientenbeauftragter als wichtigen Beitrag, um die Interessen von Menschen mit Behinderungen wirksam zu vertreten.