Nach Protest: VdK trifft Oberbürgermeister - Duisburger Arbeitskreis diskutiert mit Sören Link über Soziales
Dieser Abend am letzten Tag im Juni bleibt den Anwesenden in besonderer Erinnerung. Im BBZ Caritaszentrum Duisburg Süd empfing der VdK-Arbeitskreis kommunale Sozialpolitik die Spitzen der Stadt zu einem Austausch auf Augenhöhe.

Oberbürgermeister Sören Link, Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske sowie die Beigeordnete für Bildung, Arbeit und Soziales Astrid Neese und der Amtsleiter für Stadtentwicklung und Projektmanagement Hendrik Trappmann folgten der Einladung des VdK. Auslöser für das Treffen war eine Protestaktion des Arbeitskreises im Februar vor einer Ratssitzung (wir haben berichtet). OB Sören Link signalisierte damals seine Gesprächsbereitschaft und hielt nunmehr sein Versprechen ein. Fast zwei Stunden diskutierte die Stadtspitze zu drängenden Themen.
Barrierefreiheit am Hauptbahnhof, E-Scooter-Probleme in der Stadt und das Verhältnis von Bürgern und Verwaltung standen auf der Tagesordnung. Das Leitmotiv für das gemeinsame Treffen machte der Koordinator des Arbeitskreises und Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Walsums, Udo Beran, direkt zu Beginn deutlich: „Wir wollen alle zusammen etwas erreichen.“
Breit aufgestellt
Das spiegelt auch den Charakter des Arbeitskreises wider. Darin wirken nicht nur die Duisburger VdK-Ortsverbände mit. Regelmäßig sind auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Duisburg, der Verkehrsclub Deutschland Ortgruppe Duisburg, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Kreisverband Duisburg und die Bürgerschaftsinitiative Duisburg in WALLung dabei. Unterstützung gibt es auch vom VdK-Kreisverband am Niederrhein und vom Landesverband.
Offen, kritisch und konstruktiv diskutierten die Teilnehmenden die verschiedenen Themen. Teils fehlende taktile Leitsysteme am Duisburger Hauptbahnhof und eine einheitliche Beschilderung zur U-Bahn beschäftigten die Runde. Aus den Reihen der Betroffenen kamen Erfahrungsberichte. Die Stadtverwaltung schilderte laufende Gespräche mit der Deutschen Bahn und nahm die konkreten Hinweise auf. Voraussichtlich bis Mai nächsten Jahres soll die Verknüpfung zwischen Bahnsteigen hin zur U-Bahn barrierefreier werden. Der Arbeitskreis bleibt am Ball – und mit der Stadtspitze wird es im kommenden Jahr ein weiteres Treffen geben.