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Wenn ich nur einem Menschen helfe, habe ich alles richtig gemacht.“: Christian Wendt aus Duisburg hat eine moderne Inklusions-App entwickelt

Von: Tobias Zaplata

Katharina lebt mit einem seltenen Gendefekt. Selbstständig bewegen fällt ihr sehr schwer, das Greifen mit den Fingern geht nur schlecht. Im Alltag ist die 26-Jährige deshalb rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen. Doch die größten Barrieren begegnen ihr nicht nur auf der Straße – auch bürokratische Hürden machen das Leben unnötig schwer. Irgendwann dachte Vater Christian Wendt: Das muss einfacher gehen. Seine Idee: eine App, die Menschen mit Behinderungen in allen Lebenslagen schnell, unkompliziert und direkt weiterhilft.

Collage. Links das Logo der Inklusio-App, rechts ein Foto von Christian Wendt, der seine Tochter im Rollstuhl eine Promenade am Meer entlangschiebt.
Christian Wendt mit seiner Tochter Katharina bei einem gemeinsamen Mallorca-Urlaub.

So entstand die Inklusio App, Deutschlands erste ganzheitliche Inklusions-Plattform. „Katharinas digitales Leben spielt sich zu einem großen Teil in sozialen Netzwerken und bei Streamingdiensten ab. Ich habe mich gefragt: Warum gibt es nicht einen digitalen Ort, der ihr andere Möglichkeiten eröffnet?

Einen Ort, an dem Menschen mit Behinderungen nicht nur konsumieren, sondern Kontakte knüpfen, sich austauschen, Veranstaltungen und barrierefreie Reisen entdecken, Unterstützung finden und vielleicht Dinge erleben können, die ihnen sonst verschlossen bleiben?“, erklärt der Duisburger. 

„Es gibt unzählige Apps für die unterschiedlichsten Bedürfnisse, aber sie konzentrieren sich immer nur auf bestimmte Aspekte. Ich wollte ein inklusives Gesamtwerk produzieren.“

Matching-System


Als IT-Direktor einer Unternehmensberatung und 27 Jahren Berufserfahrung wusste Christian Wendt, wie er die App innerhalb von lediglich zwölf Monaten an den Start bringt. Den ganzen Prozess finanziert er aus privaten Mitteln. Die Benutzeroberfläche lässt sich speziell anpassen, etwa für Autisten oder sehbehinderte Menschen.

Besonders am Herzen liegt ihm das integrierte Matching-System: „Nutzerinnen und Nutzer können gezielt andere Betroffene mit derselben Diagnose finden. Was bislang oft Zufall oder mit langwieriger Suche verbunden war, ist bei Inklusio schnell möglich.“ Seine Vision: „Wenn wir Menschen sichtbar machen, entsteht Stärke. Und wenn wir sie vernetzen, entsteht Gemeinschaft. Katharina mag diesen Austausch.“ Aber sie surft nicht die ganze Zeit im Netz, sondern arbeitet auch bei der Stadt Duisburg im Forderungsmanagement.

Soziale Ader

Für Christian Wendt bleibt dann etwas Zeit für seine große Leidenschaft: das Biken. Doch wenn die Motoren brummen, schlägt beim „Rhein-Ruhr Chapter“ nicht nur das Bikerherz – auch soziales Engagement gehört zur DNA des Clubs. „Auf allen möglichen Festen oder Veranstaltungen sammeln wir Spenden für wohltätige Zwecke, zum Beispiel für die Kinderstation des Krankenhauses in Duisburg-Hamborn“, erzählt der 54-Jährige.

Und wenn Christian Wendt mit seiner Harley durch die Gegend cruist, fährt ihm ein Gedanke durch den Kopf: 

„Wenn ich mit der App nur einem Menschen helfen kann, habe ich alles richtig gemacht.“

Inklusio - Die App downloaden

Unter folgendem Link gibt es weitere Infos zur App. Herunterladen kann man Sie im Appstore (iPhone) und Playstore (Android):

Externer Link:https://www.inklusio-digital.de/app-entdecken