Kategorie Klima & Mobilität

Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende im Gespräch mit Grünen-Landtagsfraktion: Mobilitätswende muss sozial gerecht gestaltet werden

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende hat gestern ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Grünen-Landtagsfraktion geführt. Im Mittelpunkt standen zentrale Forderungen für eine Verkehrswende, die alle Menschen mitnimmt.

Gruppenfoto der sechs Vertreter und einer Vertreterin der Bündnispartner auf einer Treppe im Landtag.
Bei dem Treffen mit der Grünen-Landtagsfraktion waren einige der Bündnispartner mit dabei: vorne links VdK-Referent Benedikt Lechtenberg, außerdem Vertreterinnen und Vertreter vom Institut für Kirche und Gesellschaft, NABU, DGB, Paritätischen NRW und VCD.

Barrierefreiheit endlich umsetzen

Mobilität ist ein Grundrecht. Barrierefreie Haltestellen und Fahrzeuge sind keine Luxuswünsche, sondern Grundvoraussetzung für selbstbestimmtes Leben. Viele Menschen mit Behinderung sind auf einen gut ausgebauten und barrierefreien öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Trotz gesetzlicher Verpflichtungen sind aber viele Bahnhöfe und Haltestellen in NRW noch immer nicht barrierefrei zugänglich.

Das Bündnis forderte daher die konsequente Umsetzung der Barrierefreiheit im gesamten ÖPNV-Netz: "Es kann nicht sein, dass Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder auch Kinderwagen im Jahr 2025 an Haltestellen und Bahnhöfen noch immer vor unüberwindbaren Hürden stehen."

ÖPNV im ländlichen Raum ausbauen

Ein weiteres Thema war der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere in ländlichen Regionen. Menschen, die kein Auto fahren können oder wollen oder sich kein Auto leisten können, sind dort faktisch vom öffentlichen Leben abgeschnitten, weil Busse nur selten oder gar nicht fahren. Das Bündnis warb daher im Gespräch für eine Verkehrsplanung, die die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigt.

Deutschland-Sozialticket für maximal 29€

Besonders dringlich ist aus Sicht des Bündnisses ein echtes Deutschland-Sozialticket! Das aktuelle Deutschland-Ticket für 58 € pro Monat (ab Januar 63 €) ist für Menschen mit geringem Einkommen nicht bezahlbar. Auch die derzeit in NRW vergünstigte Variante für 48 € ist für die meisten noch zu teuer. 

"Wer von einer kleinen Rente oder Grundsicherung leben muss, kann sich das Geld für die Monatsfahrkarte oft nicht leisten", machten die Bündnisvertreter gegenüber den Politikerinnen und Politikern deutlich. Ein Deutschland-Sozialticket für maximal 29 € würde auch Geringverdienenden Mobilität und Teilhabe ermöglichen.

Das Bündnis bleibt im Austausch mit der Politik und wird sich auch im kommenden Jahr mit aller Kraft für eine sozialverträgliche Mobilitätswende einsetzen.

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Über das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende: Das Bündnis aus verschiedenen Umwelt-, Sozial- und Gewerkschaftsverbänden setzt sich für eine Verkehrswende ein, die neben Klima- und Umweltschutz, auch soziale Gerechtigkeit, Barrierefreiheit und Teilhabe für alle Menschen in den Mittelpunkt stellt.