Menschen mit Behinderung dürfen nicht zu Verlierern des Strukturwandels werden
Arbeitslosigkeit steigt – NRW besonders stark betroffen

Laut heute vorgestellter Zahlen des DGBkurz fürDeutscher Gewerkschaftsbund liegt die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung bei bundesweit zwölf Prozent – damit ist sie im dritten Jahr in Folge gestiegen. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen. VdK-Präsident Horst Vöge betont: „Fast jeder dritte arbeitslose schwerbehinderte Mensch kommt aus unserem Bundesland. Diese Personen drohen zu den Verlierern des Strukturwandels zu werden. Das dürfen wir nicht hinnehmen.“
Der VdK NRW fordert deshalb, Prävention und Rehabilitation zu stärken. Unterstützungsangebote müssen früher greifen, um Beschäftigungsverhältnisse zu sichern. Menschen mit Behinderung brauchen Schutz vor dem Herausfallen aus dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig müssen Arbeitgeber ihrer gesetzlichen Verantwortung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen stärker gerecht werden. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit deutlicheren finanziellen Sanktionen rechnen.
Darüber hinaus muss die Rolle der Inklusionsbetriebe weiter ausgebaut werden und es braucht in Betrieben generell mehr Schwerbehindertenvertretungen sowie ein besseres Eingliederungsmanagement. Die Vertretungen sind ein wichtiger Schutz für Beschäftigte mit Behinderung. Dafür brauchen sie starke Beteiligungsrechte und ausreichende Ressourcen.