„Unsere Mitglieder sollen sich beim VdK zuhause fühlen“: Vorsitzender des Kreisverbands Neuss feiert 75. Geburtstag
Interview mit Wilfried Breuer. Der Grevenbroicher ist seit 2006 Vorsitzender in seinem Ortsverband und steht seit 2018 an der Spitze des VdK-Kreisverbands Neuss.

Herr Breuer, Sie sind seit über 20 Jahren VdK-Mitglied und von Beginn an auch ehrenamtlich aktiv. Wie sind sie damals auf unseren Sozialverband aufmerksam geworden?
Als ich damals Mitglied in meinem Ortsverband geworden bin, kannte ich den VdK durch meine Frau Ilona, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit zehn Jahren in der Geschäftsstelle Grevenbroich hauptamtlich tätig war. Dann verstarb 2005 der damalige, langjährige Ortsvorsitzende Matthias Müsch und man trat an mich heran und fragte, ob ich mir diese Aufgabe zutraue. Ich hab’s dann einfach gemacht (lacht) – mit einem guten Team, das mich damals sehr unterstützt hat. Und auch heute im Kreisverband sind wir ein starkes Team und packen die Aufgaben gemeinsam an.
Was liegt Ihnen bei Ihrer Tätigkeit für den VdK besonders am Herzen?
Die Zufriedenheit unserer Mitglieder bei all unseren Hilfestellungen und Veranstaltungen sowie natürlich die Zufriedenheit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Was mir persönlich auch sehr wichtig ist: Die Mitglieder sollen sich nicht nur in Leistungs- und Beratungsfragen an uns wenden, sondern sich auch sonst „gut aufgehoben“ fühlen. Wir beim VdK kümmern uns umeinander. Kurz gesagt: Unsere Mitglieder sollen sich beim VdK zuhause fühlen.
Gibt es eine Begegnung oder ein Erlebnis, das Sie besonders geprägt hat?
Vor einigen Jahren konnten wir einem Mitglied aus dem Ortsverband Dormagen zum Merkzeichen aG verhelfen (Anm. d. Red.: Das Merkzeichen aG „außergewöhnliche Gehbehinderung“ steht Menschen zu, die sich wegen schwerster Beeinträchtigungen nur mit fremder Hilfe oder unter größter Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeugs bewegen können.) Leider war ein sehr langwieriges Widerspruchs- und Klageverfahren notwendig, um diesem Menschen zu seinem Recht zu verhelfen. Zwei Jahre später ist das Mitglied dann leider verstorben. Meiner Einschätzung nach wäre es damals angemessen und gerecht gewesen, dem Antrag sofort stattzugeben. Das hat mich auch persönlich sehr bewegt.
Was tun Sie, um nach einem anstrengenden Tag abzuschalten?
Um zu entspannen, hilft mir meine Familie. Besonders gerne verbringe ich Zeit mit meiner Frau. Zum weiteren Ausgleich spiele ich schon mal eine Runde Golf. Meine Frau würde auch mehr mit mir verreisen – aber dazu bin ich (noch) zu oft und gern für den VdK im Einsatz.
Was würden Sie jungen Menschen raten, die sich ehrenamtlich engagieren möchten?
Ganz einfach! Werdet Mitglied im VdK, wir sind dankbar für Eure Unterstützung! Es gibt viele Möglichkeiten, sich bei uns zu engagieren. Gemeinschaft zu erleben und Menschen zu unterstützen gibt einem viel zurück und ist im besten Sinne des Wortes sinnstiftend.