Eckpunkte zur ambulanten Versorgung: „Jetzt braucht es Ausdauer und Verlässlichkeit!“

Von: Tobias Zaplata

VdK-Präsident Horst Vöge: "Eine frühzeitige und transparente Einbindung der PatientInnenvertretungen auf Augenhöhe ist für uns eine unverzichtbare Voraussetzung für tragfähige Entscheidungen.“

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Lange Wartezeiten bei Fachärzten, fehlender Nachwuchs in den Praxen – die ambulante Versorgung in Nordrhein-Westfalen steht seit Jahren unter Druck. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Sozialverband VdK NRW die gestern von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorgestellten 15 Eckpunkte zur Verbesserung des Systems.

„Das ist ein wichtiger erster Schritt. Wir begrüßen ausdrücklich, dass wir gemeinsam mit weiteren Verbänden an der Reform mitwirken können“, sagt VdK-Präsident Horst Vöge. „Gleichzeitig gilt: Die einzelnen Maßnahmen müssen nun gemeinsam weiter konkretisiert und konsequent zu Ende gedacht werden. Der Reformprozess wird Zeit, Ausdauer und Verbindlichkeit erfordern. Eine frühzeitige und transparente Einbindung der PatientInnenvertretungen auf Augenhöhe ist daher für uns eine unverzichtbare Voraussetzung für tragfähige Entscheidungen.“

Der VdK NRW sieht dabei drei zentrale Herausforderungen: Mehr als 40 Prozent der Hausärzte sind älter als 60 Jahre, insbesondere im ländlichen Raum drohen zunehmend Versorgungsengpässe, und die demografische Entwicklung wird den Versorgungsbedarf spürbar erhöhen. Horst Vöge betont: „Auf dem Weg zu einer zukunftsfesten Versorgung ist die Beteiligung der PatientInnenvertretungen und Verbände unerlässlich – damit Patientinnen und Patienten nicht die Leidtragenden eines überlasteten Systems werden.“