Gedenkstätten: Respekt vor Tod und Leben nicht nur am Volkstrauertag

Gedenkstätten für Opfer der beiden Weltkriege gibt es an vielen Orten. Sie sind zeitlos, sprechen für sich und erinnern uns beständig daran, den Frieden zwischen den Völkern und in der Gesellschaft zu wahren.
Jeder Bürger und jede Bürgerin mit Anstand kann daher nur mutwilliges Verschandeln, Beschmieren und Beschädigen von Ehrenmälern zum Gedenken an Opfer einer Diktatur und gefallener Soldaten beider Weltkriege verurteilen.
Wiederholt wurde das Ehrenmal in Neuwerk mutwillig beschädigt. Solche Taten sind unrühmlich und verdienen auch keinen offenen oder heimlichen Applaus:
Wer keinen Respekt vor dem Tod hat, hat auch keinen vor dem Leben.
In zahlreichen Stadtteilen wird am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht und Kränze an Ehrenmälern in Gedenken an die Opfer des 1. und 2. Weltkriegs und der Diktatur niedergelegt. Dies ist seit Jahrzehnten auch in Neuwerk der Fall und Vertreter unseres Ortsverbands nehmen traditionell aus Überzeugung, aus Verbundenheit und mit Blick auf unsere Historie seit jeher an der feierlichen und würdevollen Zeremonie teil.
In vielen europäischen Ländern wird die Erinnerung wach gehalten als Mahnung und Hoffnung für jetzige und künftige Generationen. Denkmäler, Soldatenfriedhöfe und Gräberfelder für die zivilen Opfer beider Weltkriege sind Teil unseres kulturellen Erbes. Mit Blick auf die Gründungsgeschichte unseres Sozialverbands verwundert es nicht, dass unser Sozialverband VdK auch Mitglied im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (VDK) ist.
Menschenwürde und Gleichberechtigung von Menschen unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, religiösem Glauben, politischer Gesinnung oder Behinderung sind tragende Werte für den Sozialverband VdK und Grundpfeiler unseres Grundgesetzes. Deshalb hat der VdK Ortsverband Neuwerk/Lürrip in 2024 einen Stolperstein für ein Opfer nationalsozialistischer Geburtenkontrolle gestiftet (Hintergrundinformationen im PDF-Anhang).
Wir erinnern und gedenken auch dieser Opfer am Volkstrauertag und beteiligen uns tief betroffen an Mahnwachen bei Vandalismus an solchen Gedenkstätten.


