VdK NRW setzt in Bonn Zeichen für einen starken Sozialstaat

Der Sozialverband VdK NRW hat am vergangenen Samstag seinen Landesverbandstag im Bonner Dorint-Hotel abgehalten. Die Veranstaltung knüpfte an die eigene Geschichte an: Bereits 1949 fand der erste Ordentliche Landesverbandstag des damals noch jungen VdK NRW in Bonn statt.
Im Mittelpunkt stand die Verabschiedung einer „Bonner Erklärung“. Darin bekennen sich die Delegierten aus ganz NRW zu einem starken Sozialstaat als unverzichtbarer Grundlage einer lebendigen Demokratie. Angesichts wachsender sozialer Ungleichheit und wirtschaftlicher Unsicherheiten fordert der Verband politische Reformen, die soziale Sicherheit, gesellschaftliche Teilhabe und den Zusammenhalt stärken.
Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung dieser Ziele spielt auch der Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg mit Sitz in Königswinter. Das hauptamtliche Team um Geschäftsführerin Claudia Heinzen sowie zahlreiche ehrenamtliche Sozialberaterinnen und Sozialberater sind für die Anliegen der inzwischen 18.000 Mitglieder da und unterstützen die Arbeit in den 18 Ortsverbänden.
Die Bedeutung dieser Arbeit zeigt sich in der hohen Nachfrage nach sozialrechtlicher Beratung: Allein im Jahr 2025 führte der Kreisverband bereits mehr als 600 Widerspruchsverfahren durch. Schwerpunkte waren insbesondere das Schwerbehinderten- und das Rentenrecht.
Veränderungen gab es zudem an der Spitze des Kreisverbands. Nachdem der Vorsitzende Gerhard Seniuk nicht erneut kandidiert hatte, wählten die Delegierten im April Peter Leidner zu seinem Nachfolger. Er kündigte an, die erfolgreiche Arbeit des Kreisverbands fortzuführen.