VdK Mitglieder setzen sich erfolgreich für mehr Inklusion und Teilhabe ein.

Verbesserung für mehr Teilhabe
Spezielle Kabelbrücken sorgen für mehr Barrierefreiheit bei Veranstaltungen in der Innenstadt
RHEINE. Mehr Barrierefreiheit bei Veranstaltungen in der Innenstadt: Dafür sorgen künftig spezielle Kabelbrücken, die insbesondere mobilitätseingeschränkten Menschen mit beispielsweise Rollstuhl oder Rollator, aber auch Familien mit Kinder- und Sportwagen den Besuch von Veranstaltungen deutlich erleichtern.
Die neuen Kabelbrücken wurden bereits erfolgreich beim Streetfood-Festival am vergangenen Wochenende eingesetzt. Perspektivisch werden sie auch bei weiteren Großveranstaltungen wie dem Emsfestival oder Stadtfesten zum Einsatz kommen, teilte die Stadt Rheine mit.
Den Anstoß für diese Verbesserung gab das Rheiner Ehepaar Elke und Holger Böse. Bei einem Besuch eines auswärtigen Weihnachtsmarktes wurden sie auf barrierefreie Kabelbrücken mit integrierten Übergangshilfen aufmerksam. Für Elke Böse, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, bedeutete dies eine spürbare Erleichterung. „Zum ersten Mal konnten wir solche Hindernisse problemlos überwinden – das hat uns sofort überzeugt“, sagte sie.
Mit dieser Erfahrung im Gepäck entstand schnell die Idee, ein vergleichbares Angebot auch für Rheine anzuregen. Das Ehepaar wandte sich mit seinem Vorschlag an Bürgermeister Peter Lüttmann und schilderte die positiven Eindrücke sowie den konkreten Nutzen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, aber auch für Personen mit Gehhilfen oder Kinderwagen. Die Idee wurde in Rheine unmittelbar aufgegriffen: Das Team aus dem Rheine-Marketing – bestehend aus „Rheine.Tourismus.Veranstaltungen.“ (RTV), der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG), Stadtkultur sowie Stadt Rheine – zögerte nicht und setzte sie zügig um. Dabei wurde nicht nur das Konzept übernommen, sondern gezielt nach besonders geeigneten, barrierefreien Lösungen gesucht.
In enger Abstimmung mit den beteiligten Fachbereichen wurden schließlich moderne Kabelbrücken mit integrierten Übergangssystemen ausgewählt und angeschafft. Die Verwaltung hat ganz unbürokratisch aus dem Produkt „Förderung der Behindertenarbeit“ die notwendigen Mittel in Höhe von 10.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt acht dieser barrierearmen Elemente stehen künftig für Veranstaltungen im Stadtgebiet zur Verfügung. „Sie ermöglichen ein deutlich einfacheres und sichereres Überqueren von Kabeln und Leitungen – ein bislang oft unterschätztes Hindernis im Veranstaltungsbereich“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie wertvoll Hinweise aus der Bürgerschaft sind“, betonen die Beteiligten vom Rheine-Marketing. „Gemeinsam können wir so konkrete Verbesserungen für mehr Teilhabe und Inklusion erreichen.“
Auch Elke und Holger Böse zeigen sich erfreut über die schnelle Umsetzung: „Wir sind sehr dankbar, dass unsere Idee so offen aufgenommen wurde. Die neuen Kabelbrücken tragen dazu bei, dass Veranstaltungen in Rheine für alle Menschen besser zugänglich sind.“
Mit der Anschaffung setzt die Stadt Rheine gemeinsam mit ihren Partnern ein weiteres Zeichen für eine inklusive und barrierearme Stadtgestaltung – damit möglichst viele Menschen am öffentlichen Leben teilnehmen.