Kategorie Ortsverband Neuwerk-Lürrip

Rundum gelungener Vortrag in der Polizeikantine

Mehrere Zuhörer hören einen Vortrag von einem Polizisten.
Für Vorträge im Sinne der Inklusion und kulinarisch ein toller Veranstaltungsort: Die Polizeikantine in Mönchengladbach © VdK OV Neuwerk-Lürrip

Am 14.10.26 nutzten 35 Teilnehmer die Gelegenheit zum Besuch eines Vortrags über Einbruchschutz. Die Polizeikantine bot dazu nicht nur den passenden Rahmen, sondern überzeugte auch bei den Angeboten zum Mittagessen im Anschluss.

Die Zuhörer erlebten einen praxisnahen und realistischen Vortrag. Die wichtigsten Erkenntnisse: 

Nichts ist einbruchsicher! 
Aber man kann den Aufwand für den Einbrecher erhöhen. Denn mit jeder Minute steigt der Druck des Entdeckt-werdens: Auch Täter wägen Nutzen und Risiko ab!

Nachrüsten von Türen und Fenstern ist empfehlenswert!
Aber es muss nicht gleich die teuerste Lösung sein. Hier lohnt der Blick auf die Kosten und die Widerstandszeit.

Digitale Türöffner sind EINE Möglichkeit die Tür zu öffnen.
Digitale Lösungen sind bequem, erhöhen aber im Vergleich zum herkömmlichen Türschloss nicht die Sicherheit. Der Mechanismus bleibt der gleiche. 

Die meisten Täter möchten schnell und leise ins Objekt.
Entsprechend kann man auch mit Kreativität und handwerklichem Geschick einige Maßnahmen zur Abschreckung ergreifen. Der Einbau von Quer- und Längsriegel sind ein kostengünstiges und trotzdem wirksames Beispiel oder leucht-starke Bewegungsmelder.

Gelegenheit macht nicht nur Diebe, sondern auch Einbrechern das Leben leicht.
Fenster – auch Dachfenster, die auf kipp stehen, bieten leichten Einstieg. Zumal wenn Einstiegshilfen wie Mülleimer und Leitern griffbereit zur Verfügung stehen. Doppelt ärgerlich, wenn deswegen auch noch der Versicherungsschutz entfällt.

  • Sehr informativ und anregend war auch der Austausch mit dem vortragenden Polizisten über Vor- und Nachteile von Alarmanlagen.
  • Das Thema Überwachungskameras und die Verwendbarkeit von Fotos bei Fahndung und Justiz wurde intensiv besprochen. Das Wichtigste: Ja, die Polizei darf Beweismittel wie Fotos verwenden und diese führen auch immer wieder zu Verurteilungen.

Auch wenn Medien gefühlt den gegenteiligen Eindruck vermitteln: Die meisten Einbrecher sind nicht auf Konfrontation aus. Die Masse sind keine „Profis“. Sie suchen eine rasche Gelegenheit oder kundschaften das Objekt vorher aus. Gaunerzeichen werden dabei übrigens seit Jahrzehnten nicht genutzt, aber ein winziges Stück Papier, Blatt oder Holz in den Türrahmen geklemmt zeigt potenziellen Tätern, ob die Tür tagelang nicht geöffnet wurde….

Bei Abwesenheit nützen somit früher wie heute gute Nachbarn und Freunde, die täglich den Briefkasten leeren und die Blumen in der Wohnung versorgen, die Mülltonnen hinaus- und wieder zurückstellen, sowie Zeitschaltuhren für Wohnbeleuchtung. Es gab außerdem noch einige weitere kreative, auch witzige Ideen, die ein belebtes Haus vortäuschen.

Tipps zum Sichern von Geld und Wertsachen, PC und Laptop, Smartphone und Handy, Bankkarte, Personalausweise und Führerscheine rundeten den Vortrag ab.

Die Polizei vermittelt Opfern eines Einbruchs auch den nötigen Kontakt zu Stellen wie „Weißer Ring“ oder LVR, die bei Anträgen unterstützen. Für Erstaunen sorgte dabei der Hinweis, dass zu den Leistungen des VdK auch die Beratung und Vertretung der Mitglieder im sozialen Entschädigungsrecht gehört, zu denen auch das Opferentschädigungsrecht zählt.

Empfehlenswert ist der Besuch einer solchen Vortrags auf jeden Fall. Das Lesen einer Broschüre ersetzt nicht den Erfahrungsaustausch mit allen möglichen Tipps und Tricks sowie die Klärung von Fragen an Ort und Stelle. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag, 25.10.26 in der Polizeikantine. Uhrzeit und Anmeldung wird von der Polizei in den Medien noch bekannt gegeben.