Rekord: VdK NRW erstreitet 51 Millionen Euro für Mitglieder
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Kritik an immer längeren Verfahrensdauern vor Behörden und Gerichten
Der Sozialverband VdK hat im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen knapp 51 Millionen Euro an Nachzahlungen für seine Mitglieder erstritten und damit den bisherigen Höchstwert von 48,6 Millionen Euro aus dem Vorjahr übertroffen. Dies teilt der VdK im Rahmen seines Landesverbandstags in Bonn mit.
„Eine stolze Zahl. Aber immer mehr Menschen müssen um ihr Recht kämpfen – häufig ist das ohne professionelle Hilfe kaum zu bewältigen“, sagt Präsident Horst Vöge. Viele Ratsuchende stünden vor erheblichen Hürden, etwa bei der Antragstellung, der Finanzierung von Leistungen oder der Einstufung durch den Medizinischen Dienst. Die Rekordsumme geht auf mehr als 33.000 Klage- und Widerspruchsverfahren zurück, mit denen der VdK Ansprüche gegenüber Behörden und Sozialversicherungsträgern durchgesetzt hat.
Kritisch sieht der Verband die zunehmende Dauer der Verfahren. Vor den Sozialgerichten beträgt die durchschnittliche Verfahrensdauer rund 16 Monate. Selbst Verfahren zur Anerkennung einer Schwerbehinderung nehmen im Schnitt etwa neun Monate in Anspruch.
„Wir spüren die Unzufriedenheit unserer 425.000 Mitglieder, die immer länger auf Entscheidungen warten müssen und dadurch zermürbt werden“, betont Horst Vöge. Hoffnung macht ihm jedoch, dass das Landessozialgericht und die Sozialgerichte für 2027 einen deutlich höheren Personalbedarf angemeldet haben.
Tobias Zaplata
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