Präventionsleistungen der Polizei

Auf einer Veranstaltung unseres Ortsverbands am 08.10.2025 stellte die Kriminalpolizei uns die Vielfalt ihrer Präventionsarbeit vor ergänzt um aktuelle Hinweise zu Betrugsmaschen.
Ob per Telefon, SMS, Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram oder E-Mails: Betrüger nutzen variantenreich im Prinzip immer die Methoden
- Ausnutzung von Hilfsbereitschaft,
- Aufbau von Vertrauen,
- Erzeugung von Zeitdruck.
Auf Betrüger hereinfallen können alle Altersgruppen und auch Menschen, die mit PC oder Smartphone versiert umgehen.
Täter nutzen Schadsoftware genauso versiert, Künstliche Intelligenz vereinfacht auch für Betrüger die technischen Möglichkeiten und im persönlichen Kontakt werden Schwachstellen der Menschen geschickt ausgenutzt. Also keine falsche Scham, wenn Sie Opfer geworden sind. Erzählen Sie besser davon und schützen Sie so wenigstens Verwandte und Freunde. Das kann jedem passieren!
Die Präventionsdienststelle KPO gibt Hinweise zum Verhaltensschutz und technischen Schutz (Einbruchschutz) nach Absprache.
Dabei nutzt die Polizei unterschiedliche Wege wie Broschüren und Plakate, persönliche Ansprachen an Infoständen und Absprachen für Vorträge vor Gruppen. Viele Ortsverbände des VdK unterstützen diese wertvolle Arbeit der Polizei gerne und organisieren deshalb regelmäßig solche Veranstaltungen mit der Polizei. Auch unser Ortsverband pflegt „den guten Draht“, dient als Lotse, hängt Plakate aus und gibt auch Infomaterial soweit verfügbar auf Anfrage weiter.
Zwar nimmt die Anzahl betrügerischer Versuche stetig zu, doch gleichzeitig steigt auch die Anzahl missglückter Betrugsversuche: Die Menschen werden wachsamer und erzählen untereinander. Deshalb gibt es in unserem Ortsverband vor Beginn eines Vortrags auch stets eine Zeit zum Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen. Inzwischen gibt es auf keiner Versammlung kein Mitglied, das nicht schon irgendeine Erfahrung mit Schockanruf oder Zusendung einer falscher E-Mail gemacht hat, so dass das „Eis schnell gebrochen ist“. Im Vortrag ist zwar vielen bereits einiges bekannt, aber immer wieder gibt es auch neue Hinweise.
Aktuell ruft ein falscher Polizist gehäuft die Menschen im Mönchengladbach an. Klarer Hinweis: Die Polizei ruft niemals an! Deshalb: Hörer sofort auflegen. Grundsätzlich sollte man sich nicht ins Gespräch verwickeln lassen, weder mit angeblichen Polizisten noch mit vermeintlichen Bankangestellten, Staatsanwälten oder Schockanrufern am anderen Ende der Leitung.
Auch auf die derzeitige Werbung für Glasfasernetze springen falsche Techniker oder Vertragsanbieter mit einem Haustürbesuch auf. Abstand halten, Tür schließen und falls man unsicher ist, ob die Person „echt oder falsch“ ist, beim jeweiligen Versorger anrufen. Nutzen Sie niemals die Nummer auf einer Visitenkarte, die Ihnen solche Personen in die Hand drücken wollen. Erstens sollten Sie Unbekannte auf Abstand halten und zweitens besser selbst in Ihrem Telefonverzeichnis, im Branchenbuch oder im Internet nach der richtigen Nummer suchen. Lassen Sie sich ruhig Zeit, Betrüger warten nicht lange vor ihrer Haustür.
Gefährlich wird es übrigens bei falschen E-Mails z. B. von vermeintlichen Paketzustelldiensten, GEZ, Energieversorgern oder Telefonanbietern. Auf den ersten Blick sehen diese täuschend echt aus, also schauen Sie genau hin bevor Sie einen Link oder ein Bild anklicken. Inzwischen reicht es oft schon, wenn Sie die Mouse über den Link oder ein Bild nur bewegen, um ihren PC zu infizieren. Da hilft nur STECKER RAUS. Das alleinige Runterfahren nützt nichts. Und dann ab zu Fachmann, um zu retten, was hoffentlich noch zu retten ist.