Kategorie Ortsverband Uedem

Ortsverband besucht Tricor: Vom Weltmaßstab beeindruckt

Bei Tricor in Goch wurde der Ortsverband Uedem unter der Leitung von Karl-Heinz Hermsen (rechts)von Betriebsleiter Ünal Cantürk (2. vn rechts) und Personalmanager Fabio Wißen (3. von rechts) umfassend über die Produktion von Schwerwellpappe informiert.
Bei Tricor in Goch wurde der Ortsverband Uedem unter der Leitung von Karl-Heinz Hermsen (rechts)von Betriebsleiter Ünal Cantürk (2. vn rechts) und Personalmanager Fabio Wißen (3. von rechts) umfassend über die Produktion von Schwerwellpappe informiert. © Franz Geib

Wer immer auch in den letzten zwei Jahren am Gewerbepark Weeze-Goch vorbeikam, staunte nicht schlecht, was sich da mittig eingerahmt von der L77 (Uedemer Straße) und der B67 (Kevelaerer Straße) seit Anfang 2024 tat: Auf einer Fläche von rund 25 Fußballfeldern entstand nach 15 Monaten Bauzeit ein Produktionsstandort mit zwei riesigen Hallen, deren Ausmaße weit über die Grenzen Gochs und Weeze zu sehen sind und eines der europaweit modernsten und nachhaltigsten Werke für höchst beanspruchbare Pappkartons überdachen: Die Tricor-Gruppe hat hier seit dem 15. Juli ihre Produktion aufgenommen.


Tricor wer? Das wollte auch der Ortsverband Uedem im Sozialverband Vdk unter der Leitung seines Vorsitzenden Karl-Heinz Hermsen wissen und nahm eine Einladung zu einer rund zweistündigen und dennoch kurzweiligen Betriebsbesichtigung an und war maximal beeindruckt, als sich Ende Januar für die Gruppe aus der Schustergemeinde die Werkstore öffneten. Drinnen warteten Fabio Wißen aus dem Personalmanagement und Betriebsleiter Ünal Cantürk, die es spielend verstanden, die Faszination der Gäste für das was auf der Ortsgrenze zwischen Goch und Weeze entstanden ist, weiter zu steigern.
Allein die Zahlen verschafften den Gästen schon einen nachhaltigen Eindruck: Auf einer Fläche von 170.000 Quadratmetern produziert Tricor pro Jahr 140.000 Tonnen Schwerwellpappe und Großverpackungen für die Chemische-, Lebensmittel- und Automobilindustrie. Zum Einsatz
kommen hierfür hochkomplexe bis zu 200 Meter lange Wellpappenanlagen, die mit Geschwindigkeiten von 450 Metern/min aus einfachen Papierrollen Wellpappe herstellen (formen und verkleben) und diese entsprechend den Anforderungen der Kunden zu Kartonagen für schwerste Beanspruchungen verarbeiten. Hierbei setzt das Werk in Goch Welt-Maßstäbe und setzt unter anderem eine 7 Meter breite Inline-Maschine, die es nur in Goch gibt, ein, wie Ünal Cantürk der VdK-Gruppe nicht ohne Stolz verriet.
Was die Besucher aus der Schustergemeinde außerdem beeindruckte: In den riesigen Hallen lief es zwar ununterbrochen betriebsam, aber keineswegs hektisch ab, denn bei Tricor, dem Spezialisten für innovative Industrieverpackungen, läuft die Produktion überwiegend automatisch ab, angefangen bei der Papierrolle bis zur Bogenware und schließlich hin zum fertigen Karton. Über achtzig Prozent der Arbeitsprozesse in Goch werden von Maschinen und Softwareprogrammen eigenständig gesteuert, lediglich überwacht, gewartet und programmiert durch geschultes Fachpersonal, konnte Fabio Wißen aufklären: „Aktuell sind
vor Ort lediglich 80 Mitarbeiter beschäftigt.“ Doch das Werk in Goch hat mehr im Sinn wie der Betriebsleiter versprach. Langfristig geplant sei unter anderem eine Verdoppelung der Belegschaft, und ebenso eine Umstellung der Produktion vom 2-Schichtbetrieb auf drei Schichten, also 24/7. „Denn intelligente Verpackungen werden in der heutigen Zeit mehr und mehr benötigt“, prognostiziert Ünal Cantürk eine krisensichere Perspektive für das Werk am Niederrhein.
Auch die Hochregallager definieren in Goch Standards, die ihresgleichen suchen, optimieren den Warenfluss und die Logistik in Goch, um die fertigen Produkte bis zur abschließenden Lieferung an den Kunden effizient zu handeln, erläutern die Tricor-Mitarbeiter gegenüber der Besuchergruppe aus Uedem.
Dermaßen beeindruckt bedankte sich Karl-Heinz Hermsen im Namen der Besuchergruppe bei seinen beiden Gastgebern und drückte stellvertretend für alle Teilnehmer seine Bewunderung aus: „Wir kamen mit leeren Händen und gehen mit voller Bewunderung. Keiner von uns hatte im entferntesten erahnen können, was uns hier erwartet. Wer immer glaubte, dass Pappkartons nichts zu erzählen hätten, der irrt sich hier bei Tricor so gewaltig wie die Dimensionen der Produktionsanlagen es nach außen demonstrieren."