Kategorie Kreisverband Düsseldorf

Offener Brief an Oberbürgermeister Stephan Keller;

Offener Brief an den Oberbürgermeister und alle Ratsfraktionen
Offener Brief an den Oberbürgermeister und alle Ratsfraktionen © p.ries

VdK fordert Nachbesserung am Hauptbahnhof

Peter Ries

Der Sozialverband VdK NRW Kreisverband Düsseldorf hat einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller gerichtet. 

Der Grund ist die Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes. Was als moderner Stadtumbau geplant ist, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gefährliche Fehlplanung für Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Menschen.

Keine Experimente am Hauptbahnhof

Die geplante Querung für den Radverkehr direkt parallel zum Bahnhofsgebäude birgt massive Risiken. Täglich treffen am Hauptbahnhof rund 250.000 Menschen aufeinander. Auf dieser Fläche überschneiden sich die Wege von Fußgängern, Reisenden mit schwerem Gepäck, Radfahrern sowie älteren oder mobilitätseingeschränkten Menschen.

Eine angedachte Einhausung der Radspuren blendet die Realität vor Ort aus. Solche Konstruktionen funktionieren nur, wenn sich alle lückenlos an Regeln halten. Dass das im Alltag scheitert, zeigt die Schadowstraße jeden Tag aufs Neue.

Echte Teilhabe erfordert klare Trennung

Barrierefreiheit bedeutet nicht nur stufenlose Wege, sondern visuelle und bauliche Klarheit. Artikel 3 des Grundgesetzes und das Behindertengleichstellungsgesetz verpflichten die Stadt zu echter Teilhabe. 

Der VdK Düsseldorf hat im Runden Tisch Verkehr genau auf diese Gefahren hingewiesen. Wer solche Bedenken ignoriert, riskiert rechtlich angreifbare Ratsbeschlüsse.

Bis zur geplanten Vergabe im Jahr 2031 bleibt Zeit zum Umdenken. Es braucht eine neutrale Bedarfsanalyse und eine strikte bauliche Trennung von Fuß- und Radverkehr. Nur so bleibt der Bahnhofsvorplatz für alle sicher und unfallfrei.