Mit gutem Beispiel voran – VdK verteilt 1.000 Flaschen Mineralwasser bei großer Hitze

Manchmal entstehen gute Ideen ganz spontan. So auch bei einem Mitglied des Vorstands des Sozialverbands VdK, Ortsverband Solingen-Remscheid. Bei sengender Hitze besuchte er eine Großkirmes und stellte schnell fest, wie wichtig es ist, bei hohen Temperaturen regelmäßig ausreichend zu trinken. Mehrfach musste er eine Pause einlegen und ein Getränk zu sich nehmen, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
Aus dieser persönlichen Erfahrung entstand die Idee, selbst aktiv zu werden: An einem Samstag sollte in einer Solinger Fußgängerzone kostenlos Mineralwasser an Passantinnen und Passanten verteilt werden.
Nicht nur reden – handeln
Hinter der Aktion stand ein ernstes Anliegen. Gerade ältere Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und andere besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen leiden unter hohen Temperaturen. Durch den Klimawandel werden längere Hitzeperioden zunehmend zu einer Belastung.
Mit der Aktion wollte der VdK deshalb darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei großer Hitze ist. Denn gerade beim Einkaufen, bei Erledigungen oder unterwegs in der Stadt wird das regelmäßige Trinken schnell vergessen.
Gleichzeitig sollte das Angebot auch Menschen erreichen, die sich nicht ohne Weiteres einen Café- oder Restaurantbesuch leisten können. Ein kühles Getränk bei großer Hitze sollte keine Frage des Geldbeutels sein.
Viel wird über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels gesprochen. Mit seiner Aktion wollte der Ortsverband Solingen-Remscheid zeigen, dass bereits mit einfachen Mitteln ganz konkret geholfen werden kann.
Mit gutem Beispiel voranzugehen war deshalb das Motto: nicht nur über notwendige Maßnahmen reden, sondern selbst etwas tun.
Von der Idee zur Umsetzung
Der Vorschlag fand im Vorstand des Ortsverbands sofort Zustimmung. Dank der flexiblen Strukturen des ehrenamtlichen Teams konnte die Aktion kurzfristig organisiert werden.
Schnell fanden sich Helferinnen und Helfer für die Betreuung des Informationsstandes. Auch die notwendige Ausstattung war rasch zusammengestellt.
Ein Lieferant für 1.000 Flaschen Mineralwasser à 0,3 Liter wurde ebenfalls gefunden.
Besonders hilfreich war die Unterstützung eines nahe gelegenen Supermarktes. Da der VdK-Stand in unmittelbarer Nähe des Eingangs aufgebaut wurde, erklärte man sich dort bereit, das Mineralwasser in zwei Chargen bereitzustellen. So konnten die Flaschen auch im weiteren Verlauf der Aktion angenehm kühl ausgegeben werden.
Genehmigung in Rekordzeit
Eine Herausforderung hätte noch die notwendige Sondernutzungsgenehmigung für den Stand darstellen können. Normalerweise muss für die Bearbeitung eines solchen Antrags ein entsprechender zeitlicher Vorlauf eingeplant werden.
Da jedoch auch der Solinger Oberbürgermeister die Idee positiv bewertete, konnte die notwendige Genehmigung außergewöhnlich schnell erteilt werden.
Damit stand der Aktion nichts mehr im Wege.
1.000 Flaschen in vier Stunden verteilt
Das Ergebnis übertraf die Erwartungen: Innerhalb von nur vier Vormittagsstunden wurden alle 1.000 Flaschen Mineralwasser an Passantinnen und Passanten verteilt.
Die Reaktionen waren durchweg positiv. Viele Menschen bedankten sich ausdrücklich für die erfrischende und zugleich sinnvolle Aktion.
Dabei hörte das Team am Stand immer wieder den Satz:
„Ich bin ja sowieso bei Euch Mitglied.“
Doch auch zahlreiche Menschen, die den VdK bislang noch nicht näher kannten, nutzten die Gelegenheit für ein Gespräch. Sie informierten sich über die Arbeit und die vielfältigen Angebote des Sozialverbands VdK.
So verband die Aktion praktische Hilfe mit Aufklärung, sozialem Engagement und Öffentlichkeitsarbeit.
Eine kleine Aktion mit großer Wirkung
Die Mineralwasseraktion hat gezeigt, dass gesellschaftliches Engagement nicht immer mit großen Projekten beginnen muss.
Manchmal reichen eine gute Idee, engagierte Ehrenamtliche und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Der Sozialverband VdK, Ortsverband Solingen-Remscheid, wollte mit dieser Aktion nicht nur über die Auswirkungen von Hitze und Klimawandel sprechen, sondern ganz konkret handeln.
Vielleicht ist dieses Beispiel zugleich eine Anregung für andere Vereine, Institutionen, Unternehmen und Akteure der Stadtgesellschaft, ähnliche Angebote auf den Weg zu bringen.
Denn gerade bei großer Hitze gilt:
Aufeinander achten, rechtzeitig trinken und besonders diejenigen nicht vergessen, die auf Unterstützung angewiesen sind.



