Märchenhafte Reise rund um die Welt

Es war einmal … Mit diesen drei Worten beginnen ganz viele Märchen, Geschichten und Erzählungen, die ihren Zuhörern stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern und ihre Augen erstrahlen lassen. Wer einem Märchen lauscht, der lässt sich forttragen und schwelgt in Erinnerungen, erläuterte Maria Meß, die Märchenerzählerin mit Hut.
Auf Einladung von Seniorenbetreuer und Veranstaltungsbeauftragten Peter Standschus war sie zu Gast beim VdK-Treff in der Sportalm, wo sie über 40 Teilnehmende mit auf eine märchenhafte Reise nahm. Und diese führte nicht unbedingt zu den bekannten Märchen, vielmehr „erzähle ich Ihnen heute unbekannte und weise Märchen aus aller Welt“, sagte die Goldmarie, wie sich Maria Meß nennt, zu Beginn und entlockte dabei ihrem Klanginstrument einige beruhigende Töne, mit denen die Reise ihren Lauf nahm.
Das erste Märchen war die orientalische Geschichte von Haschati, der mit seinen Hackfleischbällchen einen Löwen besiegte, es folgte der Froschkönig der Brüder Grimm und die Begegnung mit einem junge Mann in Indien, der sich über sein ganzes Leben bei Gott beklagte, das Glück vor seinen Füssen aber nicht sah. Gespannt lauschten alle auch dem chinesischen Volksmärchen „Der gelbe Storch“ und erfuhren, dass wenn es ein Wunder gibt, so ist dies immer für alle da. „Wenn jemand es für sich alleine haben will, wird es zerstört.“ Zum Schluss ging es mit Maria Meß noch nach Korea an den Drei- Jahres-Berg. Hier waren Glauben, Optimismus und die Bedeutung von Lebensfreude von ganz großer Bedeutung. Denn die Geschichte zeigte, dass Angst die Menschen schlechter fühlen lässt, jedoch Lachen, Hoffnung und Spiel helfen zu heilen und seine Denkweise zu verändern.
Dieser VdK-Treff war ein Nachmittag, dessen Atmosphäre die Gäste begeisterte und sie von der märchenhaften Kleidung nebst Mimik und Gestik der professionellen Märchenerzählerin in den Bann gezogen wurden. Auch Maria Meß selbst zeigte sich am Ende begeistert und glücklich. „Ich habe heute sehr gerne beim VDK erzählt, weil das Publikum sehr aufmerksam war, meinen Geschichten und Märchen gerne folgte und mit Applaus nicht sparte.“ Und einen schöneren Erzählort, so sagte sie abschließend, könne man sich nicht wünschen. Von daher würde sie auch „jederzeit mit anderen Märchen gerne wiederkommen“ und wie Haschati, das Publikum in einen Raum „voller Zauber und Magie“ entführen. André Sicks
