Kategorie Kreisverband Borken-Coesfeld

Kreisverbandstag am 19. September 2026

Zum Kreis-Verbandstag trafen sich die Delegierten aus den Kreisen Coesfeld und Borken im Landhotel Hermannshöhe
Zum Kreis-Verbandstag trafen sich die Delegierten aus den Kreisen Coesfeld und Borken im Landhotel Hermannshöhe © Schulenkorf

Berichte, Regularien und Neuwahlen standen im Mittelpunkt des großen Kreisverbandstages des VdK. Dieser Sozialverband vertritt allein im Bezirk Coesfeld-Borken die Interessen seiner mehr als 17.000 Mitglieder. Hierzu trafen sich die Delegierten im Landhotel Hermannshöhe in Legden.

 Wie wichtig die Arbeit des VdK sei, wurde deutlich in der von Geschäftsführerin Maria Lensker-Watermann vorgetragene Statistik. So seien im verflossenen Jahr 12.233 Telefonate geführt worden. „Das heißt täglich rund 49 Anrufe, bei denen um Hilfe in sozialrechtlichen Fragen gebeten wurde.“ Hinzu kamen 1263 persönliche Kontakte am Empfang. 264 Klagen und 775 Widersprüche galt es durchzusetzen. Die Beschleunigung durch die „digitale Behördenpost“ wurde von ihr begrüßt, jedoch bedeute dies lange nicht eine Beschleunigung bei der Entscheidungsfindung, moniert die Juristin.

Als etwas zäh bezeichnete Carsten Ohm vom Landesverband des VdK NRW e.V. die laufenden Verfahren vor den Gerichten. Durch Neueinstellungen in der Rechtsabteilung Münster läge nun die Betreuung der Mitglieder wieder in guten Händen, sagte er. Deutlich wurde das Mitglied des Landesvorstandes zur Sozialpolitik. „Es wird einfach an der falschen Stelle gespart“ moniert er. Der VdK mache sich auch weiterhin stark für die Beibehaltung des Renteneintritts für langjährige Beschäftigte und vor allem gegen die Kürzungen bei den pflegenden Angehörigen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Pflegenden!“ sagte er.

Kreisvorsitzender Hermann Berkemeyer konnte berichten, dass durch die Neueinstellung einer versierten Rechtsberaterin die Anliegen der Mitglieder besser koordiniert werden könnten. Er wies darauf hin, dass eine Rechtsberatung des VdK ausschließlich durch die Geschäftsstelle in Ahaus durchgeführt werden kann und darf.

Turnusgemäß stand nach vierjähriger Amtszeit die   Neuwahl des Kreisvorstandes an. Hierbei erhielten diese bisherigen Mitglieder das Vertrauen der Delegierten:

Vorsitzender: Hermann Berkemeyer (Holtwick)

Stellvertreter: Antonius Dönnebrink (Gescher-Hochmoor)und Barbara Wiech (Borken)

Kassiererin: Annette Schauerte (Stadtlohn),

Beisitzer: F-J Schulenkorf (Gescher)

Nicht mehr kandidierten Ulrike Weiss (Schriftführerin) und Alfred Löbbert (Beisitzer) So dass es zu einer Umbesetzung kam. Als stellvertretender Kassierer wurde Bernhard Buss (Vreden) gewählt, Schriftführer wurde Jürgen Schulz (Rhede), sein Stellvertreter Siegfried Niggemann (Dülmen). Als Vertreterin der Frauen konnte Ulrike Schulz (Rhede) das Amt antreten. Als weitere Beisitzer wurden Ursula Isermann (Legden), Uwe Cottmann (Ascheberg) und Sven Twelker (Billerbeck) gewählt.

Bei den Revisoren wurde Ingrid Schürmann (Havixbeck) wiedergewählt. Neue Revisoren sind Horst Kernebeck (Gronau) und Reinhard Egbringhoff (Ottenstein).

Unter Applaus bedankte sich Vorsitzender Berkemeyer bei dem 85-jährigen Alfred Löbbert, der vier Amtsperioden den Kreisvorstand mit Rat und Tat zur Seite stand. Ebenfalls mit einem Präsent bedankte er sich bei Ulrike Weiss, die zur Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand.

Um die Mitglieder noch besser in ihren Anliegen unterstützen zu können, wird er Kreisverband weitere Schulungen der örtlichen Vorstände anbieten. Dabei wird die elektronische Post eine große Rolle spielen, so der Vorsitzende. Dank sprach er den Mitgliedern aus, die sich ehrenamtlich für die Belange des VdK und seiner Mitglieder einsetzen. Der VdK werde auch in Zukunft die Sozialpolitik im Auge behalten, versprach er.