Großer Zuspruch für starken VdK Kreisverband

Kreisverbandstag des VdK Lippe-Detmold in Detmold
Am 30. Mai 2026 veranstaltete der VdK Kreisverband Lippe-Detmold im Hotel Mügge am Iberg in Oerlinghausen seinen Kreisverbandstag. Mit großer Zustimmung wurde die erfolgreiche Arbeit des Vorstandes von den Gästen gelobt und von Delegierten bestätigt.
In Anwesenheit von Wilfried Böhm als Vertreter des VdK Landesverbandes NRW und der politischen Gäste aus dem Kreis Lippe Kurt Kalkreuter, stellv. Landrat des Kreises Lippe, Julia Eisentraut, MdL Bündnis90/Die Grünen, Thorsten Klute, MdL SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands, Sprecher der Fraktion für Gesundheit und Pflege und Volker Neuhöfer, stellv. Bürgermeister der Bergstadt Oerlinghausen, begrüßte die 1. Vorsitzende des Kreisverbandes Gudrun Pohl die zahlreichen Gäste und über 60 Delegierte und ging in ihrer Rede u. a. auf die Reform unseres Sozialsystems, die für alle sozialverträglich gestaltet werden muss, die noch nicht ausreichende Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung, in der Medizin, im Pflegebereich und den Umgang mit der zukünftigen „Künstlichen Intelligenz (KI)“ ein.
Sie dankte den Vorstandsmitgliedern und den Vertretern der Ortsverbände in Lippe für die erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit im letzten Jahr und erklärte, dass der VdK Lippe mit seinen 4.154 Mitglieder (Zugänge in 2025: 112 Mitglieder) weiterhin eine starke Kraft im Kreis Lippe darstellt. Wir nehmen sehr genau wahr, was die politischen Entscheidungsträger in Lippe tun und umsetzen.
Nach den Grußworten der Gäste wurde auch von diesen in kurzen Vorträgen der Umgang mit der „Künstlichen Intelligenz KI -Vorteile und Gefahren“ aus politischer Sicht vorgetragen. Wie wirkt sich KI auf die Arbeitswelt aus? In welchen Bereichen, z.B. auch in der Pflege und im Gesundheitswesen ist diese einsetzbar? Wie wirkt sich heute schon KI in den Bereichen der Verwaltung und der Wirtschaft aus?
Stellv. Landrat Kurt Kalkreuter ging speziell in seinem Vortrag auf die Digitalisierung im Kreis Lippe in mehreren Fachbereichen ein, in denen zukünftig mit KI gearbeitet werden kann und erwähnte, dass im Kreis Lippe heute schon als Vorstufe mit der elektronischen Akte bezüglich der Modernisierung der Verwaltungsabläufe gearbeitet wird. Dabei werden für Ausschreibungen Übersetzungsprogramme eingesetzt.
Julia Eisentraut, MdL Bündnis90/Die Grünen und Thorsten Klute, MdL SPDkurz fürSozialdemokratische Partei Deutschlands bedankten sich für die Einladung und referierten zu KI und erwähnten, dass dieses zweifellos eine gigantische Herausforderung für die Arbeitswelt, in der Medizin und im Pflegebereich darstellt. Das entbindet uns aber nicht von der Verpflichtung, KI einen normativen Regulierungsrahmen zu geben. Verantwortung, Transparenz und Haftung müssen auch für Plattformen und Anbieter von KI Produkten gelten.
Alle waren sich einig, dass bei der Entwicklung und Anwendung von KI die Grundrechte und Interessen, insbesondere bei älteren Menschen berücksichtigt und geschützt werden müssen.
Sebastian Olliges, Geschäftsführer der Beratungsgemeinschaft mit fünf Kreisverbände in OWL, berichtete, dass in OWL 1.151 Verfahren beendet wurden und für die Mitglieder eine Nachzahlung von ca. 2.6 Mio. € erstritten wurde. Durch die Rechtsberatung des Kreisverbandes Lippe in 2025 wurden 221 Verfahren vor dem Sozialgericht beendet und eine Nachzahlung von ca. 423.000 € erzielt. Die Rechtsabteilung in Detmold konnte 355 Klageverfahren für den Bereich OWL beenden und eine Nachzahlung in Höhe von ca. 900.000 € erzielen. Speziell für den Kreisverband Lippe-Detmold wurden 64 Klagen geführt und eine Nachzahlung von 210.000 € durchgesetzt.
Schwerpunkte der Rechtsgebiete sind das Schwerbehindertenrecht mit ca. 42,1 % (GdBkurz fürGrad der Behinderung), das Rentenversicherungsrecht mit ca. 28,8 % (EMR u. med./berufl. Reha) und die Pflegeversicherung mit 15,9 % (Pflegegrad, Umbaumaßnahmen) sowie andere mit ca. 13,2 % (Arbeitslosengeld, Bürgergeld, Krankenversicherung, Grundsicherung u.a.).
Nach der umfangreichen Berichterstattung durch die Vorsitzende Gudrun Pohl und die Tätigkeitsberichte der Fachgruppen „Vertreter der Sozialversicherten“, Matthias Kück und Wolfgang Hirt, „Vertreter der Fachgruppe Gesundheit und Pflege“, wurde durch den Kreiskassierer Willi Frings der Kassenbericht 2025 und der Wirtschaftsplan 2026 vorgetragen und ausführlich erklärt. Nach der Entlastung des Kreisverbandsvorstandes und des Kassierers wurden der Kassenbericht und der Wirtschaftsplan von den Delegierten einstimmig angenommen.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Der Kreisverbandstag endete zur Zufriedenheit der zahlreichen Delegierten.