Gedenken zum Volkstrauertag

Oberbürgermeister Stefan Hebbel und VdK-Kreisvorsitzender Michael Libitowski nahmen gemeinsam teil
Am Volkstrauertag kamen viele Bürgerinnen und Bürger am Ehrenmal zusammen, um an die Opfer von Krieg und Gewalt zu erinnern. Oberbürgermeister Stefan Hebbel nahm gemeinsam mit dem Leverkusener Kreisvorsitzenden des VdK, Michael Libitowski, an der Gedenkfeier teil.
In seiner Rede erinnerte Libitowski daran, warum dieser Tag so wichtig ist. Der Sozialverband VdK sei aus dem Leid der Kriege des 20. Jahrhunderts entstanden. Viele seiner Gründer waren Kriegsbeschädigte, Witwen, Waisen und Hinterbliebene. Sie wussten genau, was Krieg bedeutet: Verlust, Schmerz und Zerstörung.
Er betonte, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die Weltkriege und an die Verbrechen der NS-Zeit wachzuhalten. Immer weniger Menschen leben heute, die diese Zeit selbst erlebt haben. „Nur wer sich erinnert, kann verhindern, dass sich Geschichte wiederholt“, sagte Libitowski.
Besonders schwer falle das Gedenken im Jahr 2025. Seit fast vier Jahren herrscht in Europa wieder Krieg. Der russische Angriff auf die Ukraine hat großes Leid gebracht, Städte zerstört und Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Auch in anderen Regionen der Welt – im Nahen Osten oder in Teilen Afrikas – leiden viele Menschen unter Gewalt und Terror.
Der VdK fühle sich allen verbunden, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt leiden. Krieg hinterlasse Spuren, die ein Leben lang bleiben können – in Körper und Seele.
Libitowski machte deutlich, dass Frieden in der Gesellschaft beginne. Wo Ungerechtigkeit, Armut oder Ausgrenzung herrschen, entstehe Raum für Hass. Deshalb setzt sich der VdK für Menschlichkeit, Solidarität und gegen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus ein.
Zum Abschluss sprach er über die Bedeutung von Versöhnung. Durch Zuhören, Respekt und gegenseitiges Verständnis könne eine friedliche Zukunft entstehen. „Heute trauern wir, aber wir mahnen auch. Unser Handeln muss von Menschlichkeit und Zusammenhalt geprägt sein“, so Libitowski.
Bereits am Samstag hatte der Ortsverband Hitdorf/Rheindorf einen Kranz am Kriegsdenkmal in Hitdorf niedergelegt. Zahlreiche Gäste nahmen an dieser kleinen, aber würdevollen Gedenkfeier teil.
Die zentrale Gedenkveranstaltung endete in stillem Andenken an die Opfer – und mit der Hoffnung, dass aus Trauer Frieden wachsen kann.
Link zum Leverkusener Stadt-Anzeiger:
Externer Link:https://www.ksta.de/region/leverkusen/stadt-leverkusen/leverkusen-oberbuergermeister-gedenkt-opfern-von-krieg-und-gewalt-1151319
