25-jähriges Bestehen des VdK Kreisverbandes Borken-Coesfeld
Ein Vierteljahrhundert unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit in den Altkreisen Borken und Coesfeld leistet der Sozialverband VdK. Vor 25 Jahren schlossen sich die bis dahin separaten Kreisverbände zum VdK-Kreisverband Borken-Coesfeld zusammen. Vertreter aus Politik, dem VdK Landesverband sowie den Vertretern der 32 Ortsverbände ließen es sich nicht nehmen, dieses Jubiläum in einem Festakt in Gescher-Hochmoor zu begehen.
Kreisvorsitzender Hermann Berkemeyer (Holtwick) wagte einen Blick in die Chronik. Der Zusammenschluss im Jahr 2001 sei nötig geworden, um eine effektive Arbeit mit hauptamtlichen Kräften leisten zu können. Dabei habe die Kooperation viele Vorteile mitgebracht, so Berkemeyer. Heute zählt der Kreisverband mehr 16.100 Mitglieder. Besonders erfreut ist er, dass Vorstandsmitglieder der 1. Stunde immer noch aktiv tätig seien. Namentlich erwähnte er dabei Kassiererin Annette Schauerte (Stadtlohn) sowie Revisorin Ingrid Schürmann (Havixbeck) und Orts-Vorsitzender Reinhard Decker, (Vreden).
Die gastgebende Bürgermeisterin Anne Kortüm hätte liebend gern das Schützenfest besucht, doch sei ihr der VdK wichtiger, wie sie beteuerte. Dabei betonte sie die fachliche Kompetenz, die die Mitarbeiter des VdK an den Tag legten „um der sozialen Gerechtigkeit Willen“. Sie spüre in Gesprächen immer wieder die Arbeit des VdK vor Ort. Dabei sei das Ehrenamt nicht selbstverständlich, sondern schwinde eher. In die gleiche Kerbe schlug der stellvertretende Landrat Reinhard Böcker. Der VdK bilde eine „stolze Stimme in der politischen Ebene“, so Becker. Dabei lobte er den vorbildlichen Einsatz der meist ehrenamtlich Tätigen.
Über 450 Klagen und 700 Widersprüche resümiert vom Präsidium des VdK, Landesverbands-Schatzmeister Josef Weiner (Düsseldorf) in seiner Festansprache. Diese Zahlen zeigen, dass der Sozialverband seine Berechtigung hat. „Es ist traurig, dass eine Summe von 51 Millionen Euro erstritten werden muss, Geld das den Betroffenen zusteht!“ Auch in Zukunft wird sich der Bundes- u Landesverband für die soziale Gerechtigkeit einsetzen, versprach er. Mit seinen 2,38 Millionen Mitgliedern hat der VdK eine starke Stimme in der politischen Situation.
Die Arbeit des VdK sei kein Selbstläufer sondern der Verdienst vieler Menschen, die den Verband mit Leben füllen, so Karl-Josef Laumann, (Gesundheitsminister NRW) in seinem Grußwort, das von Franz-Josef Schulenkorf verlesen wurde. In einer Videobotschaft meldete sich Ministerpräsident Hendrik Wüst zu Wort. Der Zusammenhalt im westlichen Münsterland sei die größte Stärke der Region. Dabei mache der VdK das Leben für viele Betroffene Tag für Tag erträglicher.
Bei einem festlichen Essen wurde die Zeit genutzt, viele neue Kontakte zu knüpfen, Anregungen für die Arbeit vor Ort zu geben oder anzunehmen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda sei immer noch der beste Weg der Kommunikation, hieß es. Musikalisch untermalt – wie kann es in der Glockengießerstadt anders sein – wurde der Festakt vom Handglockenchor Gescher unter der Leitung von Anke Vortmann. Dabei erfuhr der weitgehend unbekannte Chor neue Freunde. Jedes Chormitglied ist ein Solist und bildet in Gemeinschaft erst einen Chor. Ein „Glöckner“ spielt dabei bis zu acht Glocken gleichzeitig. Der gerechtfertigte Applaus war ihnen gewiss.
H. Berkemeyer versprach den Anwesenden auch in Zukunft für die sozialen Belange der Mitglieder einzustehen. Im September wird der Kreisverbandstag u.a. mit Neuwahlen des Kreisvorstandes stattfinden.

